Übersicht - Ausbildungskonzept TuS Lindlar


Förderung des Nachwuchses


Vorwort

Der inhaltlich abgestimmte Rahmenplan der Trainingsinhalte für alle Altersklassen ist verbindlich. Dieses Konzept gilt als Grundregel für den Umgang mit Mannschaften, der Kommunikation und für den Trainingsbetrieb.

Ziel soll es sein, eine bestmögliche Ausbildung nach dem Trainings- und Ausbildungsinhalten des DFB den Jugendlichen in den einzelnen Altersabschnitten zu ermöglichen, die mit der abschließenden Übernahme der A-Jugend in den eigenen Seniorenbereich abschließt.

Dieses Konzept soll ...

  • Unterstützende Wirkung haben
  • Die Autorität der Trainer und Betreuer nicht untergraben
  • Nicht die Trainer-, Betreuerrolle übernehmen
  • Trainer-, Betreuer nicht bevormunden

1. Allgemeine Grundsätze


Für uns steht die Förderung des Nachwuchses im Mittelpunkt unseres Wirkens. Mit 18 Jugendmannschaften, davon eine Mädchenmannschaft U17 und eine Mädchenmannschaft U15 demonstrieren wir unser Engagement in diesem Bereich.

  • Wir wollen allen Kindern das Fußballspielen ermöglichen und keine Kinder zurückweisen.
  • Das neue Volksbank Parkstadion soll wieder „Treffpunkt“ für unsere Kinder werden und der Spaß am Spiel steht im Vordergrund.
  • Wir versuchen konsequent Jahrgangsmannschaften aufzubauen.
  • Wir wollen keine Spieler abwerben, sondern versuchen unsere Jugend selbstständig aufzubauen.
  • Jeweils die ersten Mannschaften (ab F-Jugend U9) in ihren Jahrgängen sollen leistungsorientiert trainiert werden.
  • Wir wollen ein hohes Leistungsgefälle innerhalb einer Mannschaft vermeiden und Mannschaftsstärken nach Möglichkeit reduzieren, um die bestmögliche Ausbildung zu gewährleisten.
  • Wir wollen auch den vielen Mädchen die Möglichkeit eröffnen Fußball im Verein zu spielen.

Ziel unserer Arbeit auf dem Gebiet des Jugendfußballs ist, den Spielern neben fußballerischen Fähigkeiten auch soziale Kompetenz zu vermitteln. Es soll nicht dazu dienen, Eltern oder auch Trainer zu bevormunden, sondern es sollen Richtlinien und Anhaltspunkte für alle Beteiligten sein. Es ist von großer Notwendigkeit, eine einheitliche Auslegung der Methodik zu den Trainings- und Spielmöglichkeiten zu präsentieren.

Die individuelle Spielfähigkeit und der individuelle Erfolg sind gleichsam das Ziel, wie das Gruppenerlebnis in der Mannschaft und die darin enthaltende Kompetenz der Teamfähigkeit. Spielwitz und Kreativität der Kinder und Heranwachsenden führen langfristig nur dann zum Erfolg, wenn auch das Zusammenspiel mit den Mitspielern im Vordergrund steht.

2. Umsetzung


Der Einsatz von Sportkoordinatoren dient zur Entlastung der Jugendleitung, ist Bindeglied zwischen Jugendleitung und Trainern, ist Ansprechpartner für Eltern und ist Bindeglied zwischen Eltern und Trainern. Die Sportkoordinatoren fungieren als Gremium aus 3 – 4 Personen. Entscheidungen des Gremiums werden in Abstimmung mit der Jugendleitung getroffen.

  • Mitwirkung bei der Vermittlung grundlegender Trainingsinhalte
  • Mitwirkung bei der Entscheidung der Vergabe von Trainerstellen
  • Mitwirkung bei der Einteilung der Mannschaften in den einzelnen Jahrgängen in Kooperation mit den betroffenen Trainern
  • Mitsprache bei Wechsel von Spielern innerhalb eines Jahrgangs, sowie Entscheidungen bei oder zur Förderung von überaus guten Talenten.
  • Vermittlung von grundlegenden Trainingsinhalten für die jeweiligen Trainer
  • Unterstützung, Vorbereitung und Sichtung der Mädchen für den Einsatz in C und B Klassen
  • Trainerfortbildungen vor Ort unter Leitung der Stützpunkt-Trainer des Kreises. 


3. Trainingsinhalte


1. Bambini - F-Jugend U8

Die Ausbildung soll nicht nur eine sportliche, sondern auch eine persönliche Komponente beinhalten. Werte vermitteln, die nicht nur im Sport Bedeutung haben.

Spaß an Bewegung und Geschick sowie positives Gruppenverhalten stehen im Vordergrund. In den Klassen beste Chancen nutzen, um ohne Leistungsdruck auch Außenseiter und ausländische Kinder zu integrieren. Im Training werden die unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen, Erwartungen und Interessen der Kinder berücksichtigt. Die Wichtigkeit der individuellen Lern- und Erfolgserlebnisse sowie das Spiel mit dem Ball stehen im Mittelpunkt und bringen den Kindern Erlebnisse und Erfahrungen im Spiel.

Spielaktionen mit dem Ball besitzen einen hohen Aufforderungscharakter. Stetig wechselnde Spielabläufe mit dem Torschuss als ständigem Mittelpunkt sowie Angriffs- und Abwehrmaßnahmen bei der Auseinandersetzung um den unmittelbaren Torerfolg ermöglichen den im Fußball Erfahrenen und den Anfängern Lernerfolge.

In kleinen Gruppen und kleinen Feldern laufen die Spielsituationen immer in Tornähe ab. Die Spielsituation ändert sich permanent, so dass die Handlungsschnelligkeit geschult wird und sich allen Kindern viele Torschussmöglichkeiten bieten.

  1. Ballorientiert trainieren, mit entsprechenden Technikübungen wie Ballannahme, Ballmitnahme, Schusstechniken, „Fummeln“, Bewegungsspiele
  2. Kindern nicht alles vorschreiben, Erfahrung selber machen lassen
  3. Kein unnötiges „ Reinrufen der Eltern und Trainer“ (Anfeuern ist OK)
  4. Taktische Anweisungen von Eltern unterbinden
  5. Keine Festlegungen auf feste Positionen
  6. Torwarte werden gewechselt, keine Festlegung
  7. Knubbelbildung in der Abwehr durchaus noch erlaubt
  8. Gezieltes Aufwärmtraining mit Dehnungsübungen ist zu unterlassen
  9. Gegner „ablaufen" nicht „abgrätschen"
  10. Lange Wartezeiten in Schlangen z. B. beim Torschusstraining vermeiden (kleine Gruppen)
  11. Vermittlung einfacher Grundregeln
  12. Tabellenstände sind absolut uninteressant, die Ausbildung der Spieler steht im Vordergrund
  13. Kein spezielles Kopfballtraining


>> Trainingsinhalte und Grundlagen Minikicker und Bambini
>> weitere Trainingsinhalte und Grundlagen zum Bambini - F-Jugend Training

2. F-Jugend U9 - E-Jugend
  1. Leistungsbezogene Einteilung der Kinder zur besseren individuellen Förderung (nur in den ersten Klassen)
  2. Für U9 kein spezielles Kopfballtraining
  3. Kennenlernen elementarer Grundregeln des Spiels (Positionen)
  4. Erlernen einfachster Finten
  5. spezielleres Koordinationsvermögen erlernen
  6. zugewiesene Spielräume und Positionen einhalten
  7. Spaß und Freude am Fußballspielen erleben
  8. Förderung der Beidfüssigkeit
  9. Vertiefung taktischer Kenntnisse
  10. Förderung der Ball- und Bewegungsgeschicklichkeit
  11. Kein unnötiges „ Reinrufen der Eltern und Trainer“ (Anfeuern ist OK)
  12. Taktische Anweisungen von Eltern unterbinden
  13. Vertiefung der Grundtechniken, Passspiel, Torschuss, Dribbling
  14. Gezieltes Aufwärmtraining mit Dehnungsübungen ist zu unterlassen
  15. Gegner „ablaufen" nicht „abgrätschen"

3. Aufbautraining D-Jugend und C-Jugend
  1. Spaß am Fußballspielen
  2. Systematisches Erlernen und Festigen der Grundtechniken
  3. Anwenden der Techniken in unterschiedlichen Spielsituationen unter Druck eines Gegenspielers
  4. Kopfballspiel
  5. Spielerisches Vermitteln taktischer Grundlagen
  6. Fördern positiver Persönlichkeitseigenschaften wie Selbständigkeit und Leistungsbereitschaft zu regelmäßigem Training
  7. Erlernen der Raumaufteilung
  8. Stabilisierung der konditionellen Grundlagen
  9. Förderung von Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  10. Herausbildung stabiler Leistungsbereitschaft für ziel gerichtetes Training
Sonderpunkt Übergang E-Jugend -> D-Jugend
  • Ein regelmäßiger (3-4 Jahre) Trainerwechsel wird angestrebt.
  • Hier sollten sich die Trainer und der / die Sportkoordinatoren im Vorfeld schon ein Bild machen, welches Kind in welcher Mannschaft spielen sollte.
  • Im Anschluss an das Saisonende (vor den Sommerferien) findet ein gemeinsames „Sichtungstraining“ aller Spieler der betroffenen Jahrgänge statt

4. B-Jugend und A-Jugend


  1. Spaß am Fußballspielen
  2. Verbessern der erlernten technisch-taktischen Grundlagen
  3. Anpassen an die erhöhten Anforderungen des Spiels – vor allem die Schulung einer dynamischen „Wettspiel-Technik”
  4. gezielte Schulung spezieller Taktik-Schwerpunkte
  5. Fördern von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Mitverantwortung
  6. technische Elemente in hohem Lauftempo und Wettkampfsituationen unter Zeitdruck
  7. Motivierende, Fußball bezogene Stabilisierung und Verbesserung konditioneller Grundlagen (Schnelligkeit, Grundlagenausdauer, vielseitige Kräftigung, Beweglichkeit)
  8. Förderung der Leistungsmotivation
  9. Jugendliche werden verstärkt als Co-Trainer in den unteren Jugend-Bereichen eingebunden
Sonderpunkt A-Jugend
  1. Einbindung interessierter Spieler in die Vereinsarbeit
  2. Förderung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Mitverantwortung
  3. Entwicklung der Fertigkeit -> Selbstkritik
  4. Positive und disziplinierte Kommunikation auf dem Feld und privat
  5. Vermittlung von Kenntnissen zur sportlichen Lebensführung

5. Mädchenfußball


Ausbau der Mädchenmannschaften

Mädchen können in G- bis D-Jugendmannschaften zusammen mit Jungs in einer Mannschaft spielen. Individuelle Förderung von Talenten und deren Einsatz in älteren Jahrgängen.

  1. Einführung in die Trainingslehre (Trainingsplanung, Erarbeitung von Trainingsprinzipien und Trainingsinhalten
  2. Methodik und Inhalte des Trainings der konditionellen Elemente (Koordination, Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit
  3. Technisch-taktische Ausbildung der Spielerinnen
  4. Heranführen der Mädchen aus dem D-Jugendbereich

6. Grundlagen zum Aufwärmtraining